Dr. Axel Bernstein

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Zusammenarbeit der Länder SH und HH

Polizei | | Nr. 048/17

Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt

Der polizeipolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel Bernstein, hat den Anstieg der Ladendiebstähle im Land als besorgniserregend bezeichnend:

„Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Der wirtschaftliche Schaden, der dadurch entsteht, ist immens. Wenn allein die Landeshauptstadt Kiel 34 Prozent mehr Ladendiebstähle in einem Jahr zu verzeichnen hat, dann ist das eine besorgniserregende Entwicklung. Auch unsere Polizistinnen und Polizisten, die bereits unter einem Überstunden-Rekord leiden, sind am Ende die Leidtragenden. Schließlich bedeuten mehr Ladendiebstähle mehr Ermittlungsarbeit. Jetzt rächt es sich, dass die rot-grüne Landesregierung den großen Teil ihrer Amtszeit mit Misstrauen gegenüber der Polizei verbracht hat. Hätte Rot-Grün früher damit begonnen, mehr Polizistinnen und Polizisten einzustellen – so wie es die CDU vehement gefordert hatte -, dann wäre die Situation für die Polizei heute bereits entspannter. Jetzt fällt es Rot-Grün auf die Füße, dass sie sich lieber um Kennzeichnungspflicht und Misstrauensbeauftragten gekümmert haben. 380.000 unvergütete Überstunden sind eindeutig zu viel“, erklärte Dr. Bernstein heute (1. Februar 2017) in Kiel.

Darüber hinaus müsse es zu denken geben, dass 90 Prozent aller Ladendiebstähle noch nicht einmal der Polizei gemeldet würden.

„Wenn nur jeder zehnte Ladendiebstahl überhaupt zur Anzeige gebracht wird, dann müssen alle Alarmglocken schrillen. Das Paradox: Gerade bei Ladendiebstählen ist die Aufklärungsquote besonders hoch. Aber solange ein Täter nicht angezeigt wird und lediglich eine Strafzahlung und ein Hausverbot in einem Geschäft erhält, wird er nie in der Polizeiakte auftauchen. Vor diesem Hintergrund braucht unsere Polizei mehr Rückendeckung. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass unser Rechtsstaat seiner Arbeit nicht nachkommen könnte“, unterstrich Dr. Bernstein.

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