| Nr. 232/15

Die Schaf- und Ziegenzüchter brauchen im Umgang mit den Wölfen keine wissenschaftlichen Stellungnahmen, sondern praxistaugliche Hilfen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Hauke Göttsch hat angesichts der Jahrestagung der Schaf- und Ziegenzüchter im Umgang mit dem Wolf weniger Theorie und mehr praxistaugliche Hilfestellungen angemahnt:

„Ich war als einer der Ersten nach der Wolfsattacke in Blumenthal vor Ort. Diese Erfahrung lässt manche wissenschaftlich begründete Stellungnahme in einem anderen Licht erscheinen. Wenn ein Schäfer 52 Tiere verliert, hilft ihm die unverzügliche Bewertung des Wolfes als verhaltensauffällig nicht weiter. Er sorgt sich verständlicherweise um seine Tiere und nicht zuletzt seine Existenz“, erklärte Göttsch heute (03. Juni 2015) in Kiel.

Die empfohlenen Schutzmaßnahmen seien insbesondere für wandernde Herden nur bedingt geeignet und darüber hinaus sehr teuer. Deren Wirksamkeit sei noch nicht einmal von den Theoretikern abschließend belegt worden. Die bürokratischen Verfahren sowohl für die Beschaffung von Wolfsschutzmaßnahmen als auch die Abwicklung von Schäden seien viel zu aufwändig. Nicht zuletzt sei auch der Umgang mit so genannten auffälligen Tieren immer noch ungeklärt.

Vor diesem Hintergrund könne er die Sorgen der Schaf- und Ziegenzüchter sehr gut nachvollziehen.

„Wer sich eine aussichtsreiche Zukunft für den Wolf in Schleswig-Holstein wünscht, der muss den Tierhaltern auch ganz praktische Antworten auf ihre existentiellen Fragen geben. Diese bleibt die Landesregierung bislang schuldig“, so Göttsch.

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