Andreas Hein

Andreas Hein
Energie, Forschung, Außenwirtschaft

Fraunhofer-Studie | | Nr. 85/20

Der heute vorgestellte Bericht zeigt einmal mehr, wie notwendig es ist, an der Energiewende zu arbeiten

Andreas Hein, energiepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, äußerte sich heute (27.2.20) zur Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe, die im Auftrag der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) erstellt wurde:

„Dass sich im Umgang mit den natürlichen Rohstoffen etwas ändern muss, ist unumstritten. Und: Den Fokus auf Erneuerbare Energien zu setzen ist der richtige Weg einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Energiepolitik für Schleswig-Holstein. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch zahlreiche Anstrengungen unternehmen, um unsere Ziele bis 2050 zu erreichen. Der Bericht zeigt aber auch, wie komplex (manchmal auch kompliziert) Energiewende und Klimaschutz sein können. Deswegen ist es unabdingbar, die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zu informieren und mitzunehmen.

Denn wir wollen ein Gelingen der Energiewende vor Ort, und das geht nur mit den Menschen.

Die Studie enthält interessante Ansätze wie den verstärkten Einsatz von Wasserstoff. Das ist gut. Für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein werden die meisten anderen Ideen aber nur bedingt umsetzbar sein. Mit großer Skepsis lesen wir – im Wissen, dass es sich um fiktive Annahmen für das Jahr 2050 handelt – Sätze wie „reine Privat-Pkw sind längst verboten“ oder „Klimaschutz im Grundgesetz und Aktienrecht“ und „Komplettverzicht auf klassische Tierhaltung und Düngereinsatz“.

Die Studie setzt auch auf das Thema Akzeptanz. Wie diese allerdings erreicht werden soll, wenn man beispielsweise auf 37 Terrawatt Onshore und 75 Terrawatt Offshore Windenergie kommen soll, wenn schon jetzt der Anteil der Landesfläche in Höhe von zwei Prozent hohe Skepsis bei den betroffenen Anliegern auslöst, das bleibt ein Rätsel.

„Daumenschrauben für die Bauwirtschaft“ und „Sanierungszwang“ sowie „begrenzte Mietzinssteigerung nach Sanierung“ klingen nicht nach freier sozialer Marktwirtschaft und demokratischer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Deren Einbeziehung ist für uns jedoch elementar. Wir bleiben optimistisch, dass die Energiewende gerade mit dieser gelingen wird.

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Schleswig-Holstein bietet mit seinen vorhandenen erneuerbaren Energien beste Standortvoraussetzungen. Jetzt muss es uns „nur“ noch gelingen, all diese Energie zu einem vernünftigen Preis zu den Menschen zu bringen – in die Häuser, die Autos und natürlich auch in die Wirtschaft und in die Industrie.

 

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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