Wolfsmanagement | | Nr. 376/16

Auch Habecks neues Wolfsmanagement lässt entscheidende Fragen offen

Der CDU-Abgeordnete Hauke Göttsch hat das heute (12. August 2016) von Umweltminister Robert Habeck vorgestellte neue Wolfsmanagement als unausgegoren bezeichnet:

„Offenbar wurden einige wichtige und entscheidende Fragen nicht geklärt – sonst hätte Habeck dazu Lösungen präsentiert“, sagte Goettsch.

So sei nach wie vor unklar, welche Kriterien Nutztierhalter erfüllen müssen, um im Fall einer Wolfsattacke einen rechtssicheren Entschädigungsanspruch zu haben. „Muss der Halter Herdenschutzmaßnahmen ergreifen? Und wenn ja: Welche? Dazu schweigt der Minster und lässt die Tierhalter im Unklaren“. Der CDU-Abgeordnete forderte Habeck auf, dies spätestens mit der Vorlage der angekündigten Förderrichtlinie bei der EU zu konkretisieren.

Insgesamt komme die Frage des Herdenschutzes in Habecks heutiger Erklärung zu kurz. Aus Ländern mit größeren Wolfsvorkommen sei jedoch bekannt, dass dem Herdenschutz beim Umgang mit dem Wolf eine sehr große Bedeutung zukomme. „Da darf Habeck die Tierhalter nicht allein lassen“, forderte Göttsch.

Ein weiterer nicht geklärter Punkt sei der Umgang mit Gefahren durch im Fall einer Wolfsattacke ausbrechende Tiere und deren Folgen.

„Was ist, wenn Schafe oder andere Nutztiere panisch auf die Straße rennen und einen Unfall verursachen? Wer haftet dann? Muss der Halter in dem Fall ausreichende Herdenschutzmaßnahmen vorweisen? Auch zu diesen Fragen schweigt Habeck sich aus“, so der CDU-Abgeordnete.

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