Heiner Rickers

Heiner Rickers
Agrar und Umwelt, Ländliche Räume, Tierschutz

Biodiversität | | Nr. 36/20

TOP 38 – Wildnis in Schleswig-Holstein: Das Land hat seine Schularbeiten gemacht

Rede zu Protokoll gegeben!

Anrede,

zwei große Umweltthemen, die mit einander zusammenhängen, bestimmen die aktuelle Politik: der Klimaschutz und die Biodiversität. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Erstellung dieses aktuellen und wichtigen Berichtes.

Das Artensterben findet nicht nur am Amazonas und in Südostasien statt, sondern auch bei und direkt vor unserer Haustür. Der Begriff „Insektensterben“ belegt dies. Um hier wirksam gegenzusteuern hat die Bundesregierung bereits vor 13 Jahren eine nationale Biodiversitätsstrategie beschlossen, die bis zu diesem Jahr umgesetzt sein sollte.

Schleswig-Holstein hat seine "Schularbeiten“ gemacht und schon vor vier Jahren, als eines der ersten Bundesländer, die Umsetzung angepackt. Das wir dabei statt der angestrebten 2 % der Landesfläche erst 1,9 % wildnisgeeigneter Gebiete erreicht haben halte ich für marginal. Ich bin mir sicher, dass Schleswig-Holstein die letzten Flächen und deren Sicherung erreichen wird.

Bei der Entwicklung im Lande sollen zunächst „Modellgebiete“ zu „Wildnisgebieten“ entwickelt werden. Hierfür wurden neun Gebiete in acht Kreisen des Landes ausgewählt.

Die dem Bericht beigefügte Karte zeigt, dass dies aber nicht die einzigen Objekte sind. So wird zwischen Naturwald und Wildnisgebieten – gestaffelt nach Größen – unterschieden. Im Ergebnis auf dem Festland 159 Gebiete auf 24.776 ha und 5.270 ha im Nationalpark Wattenmeer. Zusammen also gut 30.000 ha.

Für besonders wichtig erachte ich es festzustellen, dass mit den Wildnisgebieten k e i n e neue Schutzgebietskategorie geschaffen wird. Die Sicherung der Gebiete erfolgt in erster Linie über das Eigentum.

Dabei muss nicht immer nur das Land oder eine Stiftung der Flächeneigentümer sein. Der ehemalige Leiter der Staatl. Vogelwarte Radolfzell, Prof. Peter Berthold, hat zusammen mit der Heinz-Sielmann-Stiftung in Baden-Württemberg etwas angestoßen, das beispielgebend wirken könnte. Sein Gedanke ist der Pflanzen- und Tierwelt etwas zurückzugeben. In fast jeder Gemeinde gibt es Brachflächen, die durch Schaffung neuer Lebensräume ökologisch aufgewertet werden könnten. Vor allem im Südwesten Deutschlands ist dieser Gedanke auf fruchtbaren Boden gefallen. Was aber in Baden-Württemberg möglich ist, sollte in Schleswig-Holstein nicht unmöglich sein.

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat die Zeichen der Zeit erkannt und gehandelt. Daher steht das Land bei dem Erreichen des zwei Prozentziels für die Schaffung von Wildnisgebieten heute gut da.

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Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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