Susanne Herold zur Hochbegabung: Potentiale erkennen, fördern und nutzen

Bildungspolitik

Nr. 250/09 vom 08. Juli 2009

Hochbegabung von Kindern muss erkannt und gefördert werden. Dies ist das einhellige Fazit der Gäste und des Publikums des 17. Förde Forums der CDU-Landtagsfraktion am 07. Juli in Kiel.

Auf Einladung von Susanne Herold, der bildungspolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, diskutierten über 130 betroffene Eltern, Schüler und Lehrer mit Experten die zentralen Fragen der Hochbegabtenförderung.

Prof. Dr. Christian Fischer vom Institut für Pädagogische Professionalität und Schulkultur an der Pädagogischen Hochschule Luzern betonte, wie wichtig es sei, sich gerade in diesem Bereich optimal zu vernetzen. So könne man „wahre Schätze“ menschlichen Know-hows bergen. Als erste gute Beispiele in Schleswig-Holstein nannte er die Ostseeschule in Flensburg und die Hochbrücke, die Hochbegabtenförderung in Rendsburg.

In einer emotionalen Diskussion machten betroffene Eltern von der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind deutlich, dass die Hochbegabtenförderung in Schleswig-Holstein insgesamt noch unzureichend sei.

Auch Susanne Herold betonte den Aufholbedarf gegenüber anderen Bundesländern. Es könne nicht sein, so die Bildungspolitikerin, dass Familien mit hochbegabten Kindern in andere Bundesländer ziehen müssen, um ihre Kinder beschulen zu lassen. Hochbegabung dürfe auch in Schleswig-Holstein nicht länger als Ausgrenzungsgrund angesehen werden. Vielmehr müsse sie als Chance erkannt und in den Schulalltag integriert werden.

„Wir stehen noch am Anfang einer Entwicklung, bei der wir erste vorsichtige Schritte wagen. Es ist dringend notwendig, Potentiale zu erkennen, zu fördern und zu nutzen. Dazu gehört an erster Stelle die flächendeckende Anwendung eines anerkannten Testverfahrens“, so Herold abschließend.

Pressesprecher
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