Ursula Sassen: „Pillen-Berg“ darf nicht an Apothekern hängen bleiben

Gesundheitspolitik

Nr. 248/09 vom 02. Juli 2009

Die Versandapotheken sollten nach dem Willen der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Ursula Sassen, die fehlenden Mittel  für die Fortführung des bislang von den pharmazeutischen Unternehmen getragenen Rücknahmesystems für ausgediente Arzneien übernehmen:

„Verursacht durch die Rücknahme und Lagerung der Altarzneimittel leisten die Apotheken vor Ort einen Service, der ihnen nicht vergütet wird. Es wäre daher ungerecht, ihnen zusätzliche Kosten zuzumuten, während die Versandapotheken wieder einmal verschont werden“, erklärte Sassen in Kiel.

Hintergrund des Vorstoßes von Sassen ist das Auslaufen des Vertrages zwischen den Apotheken und einem von der Pharmaindustrie bezahlten Entsorgungsunternehmen.

„Die zusätzlichen Kosten dürfen nicht auch noch den Apothekern vor Ort aufgebürdet werden, wie dies bereits beim Notdienst der Fall ist. Die Versandapotheken müssen mit in die Pflicht genommen werden“ erklärte die Gesundheitspolitikerin.

Pressesprecher
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