Ursula Sassen zur Honorarreform: Der Kompromiss ist eine Übergangslösung

Gesundheitspolitik

Nr. 106/09 vom 12. März 2009

Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Ursula Sassen, hat die heutigen Meldungen über einen Kompromiss der Kassenärztlichen Vereinigung (KVSH) und der Krankenkassen über die Honorarverteilung unter den schleswig-holsteinischen Ärzten begrüßt:

„Die Solidarität der schleswig-holsteinischen Ärzteschaft untereinander hat diese Übergangslösung ermöglicht. Der Verlust für die Benachteiligten des neuen Honorarsystems soll auf 7,5 Prozent begrenzt werden. Die Solidarität der Ärzte untereinander ist beispielhaft“, so Sassen. Eine dauerhafte Lösung des Problems sei jedoch noch nicht in Sicht.

Vor diesem Hintergrund mache die heutige Einlassung der schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerin, Dr. Gitta Trauernicht, Hoffnung. Sie hatte in Betracht gezogen, das Honorarsystem im Bedarfsfall noch einmal grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen, und damit die Position der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion bestätigt.

Sassen erneuerte ihre Forderung nach einer grundsätzlichen Korrektur des Honorarsystems: „Das Umverteilen der im Honorartopf der KVSH zur Verfügung stehenden Mittel wird das  regionale Problem dauerhaft nicht lösen können. Wir brauchen eine individuelle, an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientierte Vergütung der ärztlichen Leistungen“, erklärte die Gesundheitsexpertin abschließend.



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