Susanne Herold zu PISA: Schleswig-Holstein aus dem Mittelmaß führen

Bildungspolitik

Nr. 383/08 vom 18. November 2008

Die Ergebnisse der PISA-Studie 2006 belegen nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin Susanne Herold einmal mehr die Notwendigkeit der in Schleswig-Holstein seit 2005 in Angriff genommenen Bildungsreformen:

„Die CDU ist angetreten, um das schleswig-holsteinische Bildungswesen aus dem heute noch einmal testierten Mittelmaß zu führen. Die Reformen sind eingeleitet. Jetzt geht es darum, sie engagiert umzusetzen“, erklärte Herold heute (18. November) in Kiel.

Herold erinnerte daran, dass die in Schleswig-Holstein im Zuge der Reformen eingeführte Regionalschule ganz bewusst am Beispiel der sächsischen Mittelschule orientiert sei: „Sachsen hat die Mittelschule 1992/93 eingeführt und liegt heute im PISA-Ländervergleich vor Bayern auf Platz 1. Da wollen wir auch hin“, forderte die Bildungspolitikerin. Auch die Profilbildung am Gymnasium sei in Sachsen ebenso gängige Praxis wie das Abitur nach acht Jahren.

In einer Gesellschaft, in der Wissen und Bildung der wichtigste Rohstoff seien, könne sich Schleswig-Holstein mit einem Platz im Durchschnitt der OECD und im unteren Mittelfeld der Bundesrepublik Deutschland nicht bescheiden.

Deshalb sei es richtig, dass trotz sinkender Schülerzahlen ein Großteil der Lehrerstellen an den Schulen verbleibe, und dass erheblich Mittel für Investitionen an den Schulen bereitgestellt würden:

„Ein gutes Konzept ist ebenso wichtig, wie eine gute Ausstattung. Für beides sind die Grundlagen geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, dass alle engagiert mitziehen. Wir müssen endlich raus aus dem Mittelmaß“, so Herold abschließend.

Pressesprecher
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