Susanne Herold: Wir brauchen ein geeignetes Anreizsystem für mehr männliche Pädagogen!

Bildungspolitik

Nr. 287/08 vom 12. August 2008

Zu den Äußerungen von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Hamburger Abendblatt vom vergangenen Sonnabend erklärte die bildungspolitische Sprecherin der schleswig-holsteinischen CDU-Landtagsfraktion, Susanne Herold:  
„Die CDU begrüßt die Initiative „Lehrer und Erzieher – Helden des Alltages“ des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums.“ Es sei wichtig, dass Kinder entsprechend ihres Alters und Geschlechtes optimale Bildungs- und Entwicklungschancen erhielten, sagte Herold. „Dazu gehört eben auch eine ausreichende Anzahl von gut ausgebildeten männlichen Pädagogen in Kindergärten und Grundschulen. Wir müssen in diesem Bereich eine ganze Reihe von Versäumnissen der Vergangenheit aufholen. Es reiche aber nicht aus`, nur mit Informationsbroschüren und Plakat für diese Berufe zu werben.“ Daher fordere sie ein geeignetes Anreizsystem, um die Attraktivität für pädagogische Berufe auch für Männer zu erhöhen.

Schon länger sei bekannt, dass unser Bildungssystem auf die Bedürfnisse der Jungen nicht adäquat einginge. Schon vor Jahren wies Frau Erdsiek-Rave selbst auf die Misere hin. Allerdings unternahm das Bildungsministerium bisher keine Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegen zu steuern. Viele Kinder erlebten in ihrem Alltag in den ersten zwölf Lebensjahren überhaupt keine männlichen Erfahrungen mehr. Jungen fehlen daher oft Vorbilder, die sie sich stattdessen in Computerspielen oder TV-Serien suchten, so Herold.

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