Ursula Sassen: Elektronische Gesundheitskarte darf kein Fehlstart werden

Gesundheitspolitik

Nr. 127/08 vom 11. April 2008

Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Ursula Sassen, hat heute (11. April) ihr Verständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Ärzte angesichts der Probleme um die Notfalldaten die diesbezüglichen Tests mit der elektronischen Gesundheitskarte in der Region Flensburg eingestellt haben:

„Was nützen Notfalldaten, wenn sie an der PIN-Barriere scheitern und nicht abgerufen oder aktualisiert werden können. Es gilt jetzt, in Abstimmung mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Abhilfe zu schaffen. Das sinnvolle Projekt der Gesundheitskarte darf nicht an sechs Ziffern scheitern“, so Sassen.

Die Gesundheitsexpertin brachte ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass mit dieser sechstelligen-PIN im Hinblick auf die Notfalldaten überhaupt gearbeitet wurde: „Dass ein Patient in einem ihn ganz persönlich betreffenden Notfall eine sechsstellige Ziffernfolge nicht parat haben wird, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand“, erklärte Sassen.

Die Region Flensburg habe mit großem Engagement aller Akteure eine Vorreiterrolle unter den Modellregionen eingenommen. Die Bemühungen, für die Akzeptanz der Gesundheitskarte zu werben, wären umsonst, wenn nicht schnell Abhilfe geschaffen werde. „Die elektronische Gesundheitskarte darf kein Fehlstart werden. Deshalb muss das Problem gelöst werden, bevor in Nordrhein-Westfalen – wie für Oktober 2008 geplant – ca. 11 000 000 Karten in Umlauf kommen sollen, die einem Großteil der Bevölkerung im Notfall nichts nützen würden.“


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